Eine neue B2B-Website steht an – und noch bevor es um Design, Farben oder Startseiten-Aufbau geht, steht die eigentliche Grundsatzfrage im Raum: selbst bauen, intern machen oder erstellen lassen? Die günstigste Option am Anfang ist selten die günstigste nach drei Jahren. In diesem Artikel bekommst du eine klare Entscheidungsmatrix, mit der du Baukasten, Inhouse-Team und Agentur an deinen echten Zielen misst – nicht am Stundensatz
Eine neue B2B-Website steht an – und noch bevor es um Design, Farben oder Startseiten-Aufbau geht, steht die eigentliche Grundsatzfrage im Raum: selbst bauen, intern machen oder erstellen lassen? Die günstigste Option am Anfang ist selten die günstigste nach drei Jahren. In diesem Artikel bekommst du eine klare Entscheidungsmatrix, mit der du Baukasten, Inhouse-Team und Agentur an deinen echten Zielen misst – nicht am Stundensatz.
Kurz gesagt: Ob Baukasten, Inhouse oder Agentur hängt nicht vom Preis ab, sondern vom Ziel. Ein Baukasten reicht für einfache Visitenkarten-Websites mit kleinem Budget. Ein Inhouse-Team lohnt sich bei konstanter Auslastung und eigenem Know-how. Eine Agentur ist der richtige Weg, wenn deine B2B-Website planbar Leads erzeugen, ins CRM einzahlen und mitwachsen soll.
„Website erstellen lassen“ ist eine der meistgesuchten Anfragen im deutschen B2B-Web – und eine der missverständlichsten. Denn hinter dem Satz stecken drei völlig verschiedene Wege mit drei völlig verschiedenen Kostenlogiken.
Wir bauen seit über 20 Jahren B2B-Websites für mittelständische Industrie-, Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Aus dieser Erfahrung wissen wir: Die meisten teuren Fehlentscheidungen fallen nicht beim Design, sondern hier, ganz am Anfang. Dieser Artikel ordnet die drei Optionen sachlich ein – mit Entscheidungsmatrix, Kostenrahmen und einem Selbst-Check am Ende.
Die Frage „Baukasten, Inhouse oder Agentur?“ entscheidet über mehr als das Aussehen deiner Website – sie legt fest, was die Website später überhaupt leisten kann.
Ein Baukasten bindet dich an die Logik seiner Templates. Ein Inhouse-Team ist so stark wie die Menschen, die du dafür einstellst. Eine Agentur startet mit Strategie statt mit einer Farbpalette. Wer diese Weiche falsch stellt, merkt es erst Monate später – wenn die Website zwar online ist, aber keine Anfragen bringt oder sich nicht erweitern lässt.
Tipp: Kläre vor jedem Angebot, ob deine Website primär informieren oder aktiv Leads generieren soll – diese eine Entscheidung bestimmt Budget, Technologie und passenden Anbietertyp.
Die drei Wege unterscheiden sich in vier Dimensionen: Anfangskosten, laufender Aufwand, Individualität und Skalierbarkeit. Die folgende Entscheidungsmatrix stellt sie direkt gegenüber.
Die Tabelle zeigt das Muster: Der Baukasten gewinnt bei Kosten und Tempo, verliert bei Tiefe und Wachstum. Die Agentur dreht das Verhältnis um. Inhouse liegt dazwischen – und steht und fällt mit der Auslastung.
Ein Homepage-Baukasten wie Wix, Jimdo oder IONOS ist die richtige Wahl, wenn du schnell, günstig und ohne technisches Team eine überschaubare Website brauchst.
Die Stärken liegen auf der Hand: Du bist in Tagen live, zahlst nur eine kleine Monatsgebühr und brauchst keinen Entwickler. Für eine reine Online-Visitenkarte, ein kleines lokales Angebot oder eine erste Präsenz genügt das.
Die Grenzen zeigen sich, sobald die Website mehr leisten soll: Templates lassen sich nur begrenzt an deine Marke anpassen, die technische SEO stößt an Systemgrenzen, Schnittstellen zu CRM oder Marketing-Automation fehlen oder sind rudimentär, und deine Inhalte lassen sich später nur schwer aus dem geschlossenen System herauslösen.
Tipp: Rechne beim Baukasten die eigene Arbeitszeit ein – DIY ist nicht kostenlos, sondern verlagert die Kosten von der Rechnung in deinen Kalender.
Ein Inhouse-Team lohnt sich, wenn du dauerhaft und regelmäßig Web-Arbeit hast – nicht für ein einmaliges Projekt.
Die Vorteile: kurze Wege, volle Kontrolle, tiefes Wissen über Produkt und Marke. Wer täglich an Landingpages, Tests und Kampagnen arbeitet, ist mit eigenen Leuten schneller als über jede externe Abstimmung.
Die Kehrseite ist die Kostenstruktur. Eine einzelne Web-Rolle mit Design-, Entwicklungs- und SEO-Anteilen kostet voll gerechnet (Gehalt, Lohnnebenkosten, Tools, Weiterbildung) marktüblich rund 60.000 bis 90.000 Euro pro Jahr – und deckt selten alle Disziplinen gleich gut ab. Fällt diese Person aus oder kündigt sie, steht das Wissen auf einem einzigen Kopf.
Tipp: Inhouse rechnet sich meist erst, wenn die Website mehrmals pro Woche gepflegt, erweitert oder getestet wird – bei punktuellem Bedarf ist ein festes Team teurer als ein externer Partner.
Eine Webdesign-Agentur ist der richtige Weg, wenn deine Website planbar Leads generieren, zu deiner Marke passen und technisch mitwachsen soll.
Statt mit einem Template zu starten, beginnt eine gute Agentur mit Strategie: Zielgruppe, Buyer Journey, Positionierung. Darauf folgen individuelles Design, saubere technische SEO, Anbindung an CRM und Marketing-Automation sowie ein Content-Management-System, in dem dein Team später selbst arbeiten kann. Statt mehrere Spezialisten einzustellen, bekommst du sie gebündelt über einen Partner.
Der häufigste Einwand lautet: Mache ich mich abhängig? Die ehrliche Antwort: nur, wenn der Vertrag es zulässt. Wir übergeben Zugänge, dokumentieren das CMS und schulen dein Team – die Website bleibt dein Eigentum. Wie eine gute B2B-Webdesign-Agentur arbeitet, entscheidet damit über den Unterschied zwischen Partnerschaft und Fessel.
Rund 95 % der potenziellen B2B-Käufer sind zu einem beliebigen Zeitpunkt nicht kaufbereit (LinkedIn B2B Institute / Ehrenberg-Bass) – eine B2B-Website muss deshalb über Jahre Vertrauen aufbauen und auffindbar sein, nicht nur die wenigen kaufbereiten Besucher konvertieren.
Die wichtigste Kennzahl beim Website-erstellen-Lassen ist nicht der Angebotspreis, sondern die Total Cost of Ownership über drei bis fünf Jahre.
Definition: Total Cost of Ownership (TCO) bezeichnet die Gesamtkosten einer Website über ihren gesamten Lebenszyklus – inklusive Erstellung, Hosting, Pflege, Weiterentwicklung und interner Arbeitszeit.
In dieser Rechnung dreht sich das Bild oft: Ein Baukasten, der auf der Rechnung fast nichts kostet, verschlingt Wochen deiner Arbeitszeit und zwingt dich später zu einem kompletten Relaunch, sobald du aus dem System herauswächst. Ein Inhouse-Team ist ein Fixkostenblock, unabhängig davon, ob gerade Arbeit anfällt. Eine Agentur ist in der Anschaffung am teuersten, aber über Jahre planbar – und die Website ist von Anfang an auf Leads ausgelegt.
Wie sich diese Kosten im Detail zusammensetzen, rechnen wir im Beitrag „Was kostet eine B2B-Website?“ vor. Wer die Technik dahinter verstehen will, findet in „SEO-freundliches Webdesign“ die Grundlagen.
Professionelle B2B-Websites von einer Agentur bewegen sich je nach Umfang typischerweise im mittleren vier- bis fünfstelligen Bereich. Ein Baukasten kostet 10 bis 50 Euro im Monat, verlagert die Kosten aber in deine eigene Arbeitszeit und in einen späteren Relaunch.
Für erklärungsbedürftige B2B-Angebote mit mehreren Entscheidern und klaren Leadzielen ist eine Agentur besser. Ein Baukasten stößt bei technischer SEO, CRM-Integration und individueller Nutzerführung schnell an seine Grenzen.
Mit einem Baukasten steht eine einfache Website in wenigen Tagen. Eine strategisch geplante B2B-Website mit Agentur dauert je nach Umfang in der Regel sechs bis zwölf Wochen – von der Strategie über Design und Umsetzung bis zum Launch.


