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Clubhouse – Nur ein Trend oder Teil des zukünftigen Brandings

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Lesezeit 8 Min.

6. Mai 2021

B2B-Wissen

Verfasst von Marketing-Experte
Ole Kamm | Saupe Communication

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Clubhouse ist ein audiobasiertes soziales Netzwerk, das sich teils wie eine Unternehmenskonferenz, teils wie eine Telefonkonferenz und teils wie ein Podcast anfühlt.
Wahrscheinlich haben Sie davon gehört.

Der Ansatz könnte Auswirkungen darauf haben:

  • Wie wir uns vernetzen
  • Wie wir kommunizieren
  • Wie wir lernen
  • Wie wir Status aufbauen und verstehen

Der Bedarf an einer solchen Plattform ist gerade während der Pandemie besonders groß.

Von dem, was man als „soziale Verbindung“ bezeichnen könnte, ist in den sozialen Medien allerdings wenig zu finden. Die Philosophin Hannah Arendt schrieb, dass sich der Totalitarismus von der Einsamkeit ernährt. Das liegt daran, dass wir in einem einsamen Zustand von der menschlichen Verbindung abgeschnitten sind.

Schlimmer ist, dass wir heute soziale Medien haben, um die Leere zu füllen. Heutzutage ist den Menschen schmerzlich bewusst, dass sie es vermissen, echte Gespräche zu führen.

Kann Clubhouse die Lücke füllen, die andere Soziale Netzwerke nicht erreichen? Bevor wir das diskutieren, ein paar Fakten über Clubhouse:

  • Start der Beta-Version im März 2020
  • Vorerst nur für iOS
  • Nur für geladene Gäste
  • Über 2 Millionen Mal in der ersten Woche im Februar 2021 installiert
  • Kostenlose Mitgliedschaft, ohne Werbung. Es gibt aber Funktionen wie Trinkgeld und bezahlte Zimmern
  • Die Unterhaltungen werden nach Beendigung des Ereignisses gelöscht

So funktioniert Clubhouse als Nutzer

Sie wählen ein paar Interessen aus und dann empfiehlt Clubhouse Personen, denen Sie folgen können. Es kann auch Ihre Twitter- und Telefonkontakte ansehen und Kontakte vorschlagen wenn Sie es wünschen.

Als nächstes erstellt Clubhouse eine automatische Liste von Gesprächen, an denen Sie teilnehmen können. Sie können diese zu Ihrem In-App-Zeitplan oder zu Ihrem Apple/Google-Kalender hinzufügen.

Die Moderatoren dieser Gespräche sind Freiwillige und sie können entscheiden, welche Zuschauer Fragen stellen dürfen. Sie nennen das „auf die Bühne kommen“.

Wenn Sie drei oder mehr Veranstaltungen durchgeführt haben, können Sie sich dafür bewerben, jede Woche zu einer bestimmten Zeit einen „Club“ zu veranstalten. Dies ist der beste Weg, um das Interesse an einem Thema aufzubauen und aufrecht zu erhalten, da Sie Ihr Publikum an einem festen Ort wieder ansprechen können.

Sobald eine Sitzung beginnt, können Sie einfach reinschauen und zuhören. Es funktioniert ähnlich wie eine Podiumsdiskussion, die Sie auf jeder Konferenz sehen würden, aber mit dem zusätzlichen Bonus, dass Sie jederzeit „leise gehen“ können.

Vor- und Nachteile von Clubhouse

Vorteile:

  • Sie können eine Veranstaltung einrichten, um alles auf Clubhouse zu besprechen. Gerade Expertengespräche für Interessierte aus Ihrer Zielgruppe sind vielversprechend
  • Für einige wird Audio das ideale Format sein, um mit neuen Personen in Kontakt zu treten. Da hier das Vermitteln von Expertise deutlich leichter fällt, als über Bilder
  • Es ist spannender, Live-Gespräche zu hören, als Podcasts zu hören oder zu einer geplanten Telefonkonferenz zu erscheinen. Außerdem hat die Stimme eine angeborene Intimität, die ein Text nicht erreichen kann
  • Clubhouse macht es möglich, diesen spontanen Austausch ohne den gleichen Ballast anderer Online Plattformen zu führen. Ein Austausch über die Plattform ist ungezwungen

Nachteile:

  • Live-Audio ist sehr schwer zu moderieren. Gerade wenn Moderatoren in einen vermeintlich  „leeren Raum“ sprechen, da es kein direktes Feedback gibt
  • Auf die Moderatoren herrscht ein mindestens unterbewusster Druck, das Gespräch spannend zu halten, da Zuhörer leicht ein- und aussteigen können
  • Verschwörungstheorien haben auf Clubhouse leider bereits ein Zuhause gefunden. Die Herausforderung liegt darin, sich davon abzugrenzen
  • Clubhouse muss die Datensicherheit schnell und deutlich verbessern, da hier aktuell viele Punkte wie das verarbeiten der Kontakte nicht ausreichend geklärt sind.
  • Da es die App für Android Nutzer noch nicht gibt, schließt es eine große Gruppe an Menschen aus. Zumindest bis Sommer 2021

Clubhouse als Werkzeug für Ihr Branding

Können Sie Clubhouse für Ihr Branding nutzen? Ja! Es besteht die Möglichkeit über regelmäßige Clubs eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen und sich einen Status als Experte zu erarbeiten. Ähnlich wie bei einem Blog können Sie Ihre Inhalte definieren, aufbereiten und mit ausgewählten Gästen vor einem offenen Publikum darüber sprechen. Diese Auftritte vermitteln nicht nur den Eindruck von Expertise, sondern auch Professionalität, wenn die Clubs richtig gestalten.

Worauf Sie achten sollten

Sie müssen aber darauf achten, dass Sie Ihre Kunden und Kontakte schützen. So sollte eine Einladung nicht über Clubhouse geschehen und die Eingeladenen darüber informiert werden was mit Ihren Daten bei einem Beitritt passiert.
Denn Clubhouse nimmt alle Daten, die es bekommen kann und hier tragen Sie als Veranstalter die Verantwortung, darüber zu informieren. Ansonsten machen Sie sich angreifbar und das Branding geht nach hinten los.

Fazit

Clubhouse hat die Chance, den fruchtbaren Boden zu nutzen, den Facebook, Instagram und Twitter hinterlassen haben. Wie es darauf aufbaut, wird seine Zukunft definieren. Wenn Clubhouse die Konkurrenten nicht nachahmt, wird es ein Leichtes sein, das Publikum zu stehlen. Allerdings stehen der Datenschutz und das Imageproblem gegen die Nutzung von Clubhouse für Ihr Branding. Unterstützung bei der Erstellung Ihrer Kampagne oder Antworten zu Ihren Fragen, erhalten Sie unter: +49 7351 18 97 10

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