Das digitale Kundenerlebnis oder was ein Content-Management-System heute leisten muss

Die Tage, in denen das Content-Management-System (CMS) lediglich Online-Inhalte auf Webseiten verwaltete, sind gezählt. Heute müssen CMS-Lösung weitaus mehr leisten. Die aktuellen Trends fasst das Beratungsunternehmen Forrester Research in der Analyse „Digital Experience Delivery Platforms“ zusammen. Das Fazit: CMS sind Ecksteine eines Ecosystems, mit dessen Hilfe digitale Erlebnisse für den Kunden geschaffen werden.

Für die Analyse betrachtete Forrester 13 Plattformen, die dem Fazit gerecht werden, ganz gleich, ob im Web oder mobil. Darunter befanden sich zum Beispiel die Plattformen von Adobe, OpenText, IBM oder Intershop. Da Forrester der Meinung ist, dass CMS, E-Commerce und Customer Relationship Management immer mehr zusammenwachsen, wurden auch Lösungen aus diesen Bereichen betrachtet.

 

Entwickeln, anpassen, verbreiten, analysieren: Content-Management-Systeme für Unternehmen


Der Top-Performer aus Sicht des Beratungsunternehmens ist Adobe mit seiner Marketing Cloud. Die Begründung: Die Plattform verfügt über zahlreiche Funktionen, um jenes digitale Kundenerlebnis zu ermöglichen. Adobe Marketing Cloud vereint CMS mit Digital Asset Management, Targeting und Social Media. Hinzu kommen Analyse- und Optimierungsfunktionen sowie das Kampagnenmanagement,- Funktionen die ein modernes Content-Management-System mitbringen sollte.

Im Zentrum der Marketing Cloud steht der Adobe Experience Manager (AEM), der inzwischen in der sechsten Version vorliegt. Dahinter verbirgt sich das Content Management System CQ des Schweizer Software-Entwicklers Day, den Adobe übernommen hatte. Die Amerikaner haben zudem weitere Funktionen integriert wie zum Beispiel ein Touch-Interface für die einfache Entwicklung von mobilen Webseiten. Die neue Dashboards bieten nicht nur ein umfassendes Monitoring der gesamten Online-Präsenz, sie zeigen Marketingverantwortlich auch, wie Webinhalte vom Kunden angenommen werden. Die entsprechenden SEO-Empfehlungen liefert das System gleich mit. Doch aufgepasst: Eine SEO-optimierte Seite entsteht nicht einfach nur dadurch, dass diese Funktion im CMS angelegt ist. Wenn diese nicht richtig oder „falsch“ verwendet wird, geht der Schuss nach hinten los.

Dieses Monitoring wird durch die Integration von Adobe Analytics unterstützt. Damit analysiert das Marketing den Traffic und trackt das Nutzerverhalten. Für mehrsprachige Projekte hält die Lösung ein automatisiertes Übersetzung-Tool bereit. Darüber hinaus stattet Adobe die Marketing Cloud mit neuen Features rund um die Integration von Video und sozialen Netzwerken aus. Sie dienen auch dazu, Workflows zwischen Grafik, IT und Marketing zu beschleunigen, um Inhalte schneller bereitstellen zu können. Content-Management-Systeme der Zukunft müssen mit einer Vielzahl von Contentgebern umgehen können. Vor allem beim Freigabeprozess von Webseiten, beim Roll-Out ist das keine leichte Aufgabe.

 

Den Fokus auf mobile Web-Nutzung legen


Ein besonderes Augenmerkt legt Adobe auf eine vereinfachte Entwicklung mobiler Apps. Dazu integrierten die Amerikaner die PhoneGap-Enterprise-Lösung in den AEM. Über ein Drag&Drop-Interface können Marketingmitarbeiter ohne Programmierkenntnisse die Apps mit neuen Content ausstatten. Damit kommt Adobe dem Trend nach, das digitale Kundenerlebnis auf allen Kanälen konsistent und personalisiert anbieten zu können.

Die Adobe Marketing Cloud verdeutlich, worum es heutzutage im Content Management geht: automatisierte Prozesse reduzieren den Aufwand in der Content-Bereitstellung und -Verbreitung. Inhalte können in höherem Maße personalisiert und für die unterschiedlichsten Endgeräte angepasst werden – vom Wearable übers Smartphone bis hin zum Smart-TV. In letzter Konsequenz führt das zum anvisierten Ziel eines digitalen Kundenerlebnisses. Content-Management-Systeme wandeln sich beständig, werden intelligenter und leisten mehr: wir informieren Sie gerne !